drucken | Home | schliessen
Das Tattoo Piercing Studio in Hamburg

Die häufigsten Fragen von A bis Z

Alkohol

Grundsätzlich gilt mind. 24 Std. kein Alkohol: weder vor noch nach dem Piercen!
Alkohol setzt die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herab (wirkt blutverdünnend), d. h. es kann zu einer vermehrten Einblutung in das Gewebe nach einem Piercing kommen (Bluterguss, "blaues Auge" bei Augenbrauen-Piercing). Ebenso kann es zu starken Nachblutungen kommen, welche nicht oder nur sehr schlecht gestoppt werden können; d. h. der Piercingschmuck muss dann wieder entfernt werden.
Rat: Am besten drei bis sieben Tage ganz darauf verzichten.

Allergien
Definition:

Als Allergie wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, durch entzündliche Prozesse ausgelösten, Symptomen äußert.

Ursache:

Bei einer Allergie erkennt das Abwehrsystem bestimmte Stoffe als fremd und gefährlich; es setzt einen Abwehrprozess in Gang.
Allergien spielen eine große Rolle beim Kontakt des Körpers mit verschiedenen Metallen. Oft kommt es innerhalb von drei Tagen nach Einsetzen zur allergischen Reaktion auf "minderwertigen“, zum Beispiel nickelhaltigen Schmuck.
Allerdings kann eine allergische Reaktion auch erst nach Monaten auftreten, da die Oberfläche des Edelstahls dann von Körpersekret porös geworden ist und so Nickel-Ionen aus der Legierung austreten.
Bei folgenden Symptomen bitte sofort zu uns kommen.

- Rötung
- Schwellung
- Juckreiz
- Druckempfindlichkeit/Schmerzen

Rat: Allgemein nur Titanschmuck einsetzen und keinen Piercingschmuck irgendwo auf dem "Grabbeltisch" kaufen!

Gesetzeslage nickelhaltiger Schmuck

Bei der Materialbeschaffenheit von Körperschmuckstücken unterscheidet man grundsätzlich zwischen unterschiedlichen Materialien und Verwendungen.

1. Körperschmuck, der für den Erst-Einsatz (also noch während des Abheilungsprozesses des Stichkanals und der betroffenen Haut- und Körperpartien) infrage kommt

2. Schmuckstücke, die erst nach vollständigem und abgeschlossenem Heilungsprozess Verwendung finden können und dürfen.

Durch seine Beschaffenheit (nickelfrei) eignet sich am besten unlegiertes Titan. Es ist sowohl als Ersteinsatz-Schmuck, als auch als „Folgeschmuck“ zugelassen.
Für nickelhaltige Gegenstände, die unmittelbar und längere Zeit mit der Haut in Berührung kommen, wie z. B. Ohrschmuck, Piercingschmuck, Ringe, Halsketten und Armbänder gilt:
Eine Höchstabgabemenge von 0,5 µg Nickel/auf cm²/pro Woche für die Freisetzung von Nickel (= Nickelgehalt unter 0,05%) ist gesetzlich festgelegt und darf nicht überschritten werden.
Wird Nickel in Mengen abgegeben, die über diesem Höchstwert liegen, so können diese Gegenstände allergische Reaktionen hervorrufen.

Abstoßungsreaktion/Herauswachsen

Prinzipiell KANN jedes Piercing herrauswachsen, sogar am Ohrknorpel. Gründe dafür können generell schlechte Verheilungskapazität des Körpers sein oder Abstoßung des Schmucks: nicht jeder Körper akzeptiert solche Fremdkörper!
Das ist dadurch begründet, dass die Hautspannung an der betreffenden Körperstelle höher ist und das Unterhautfettgewebe relativ dünn.

Faktoren, die das herrauswachsen begünstigen:
- Piercing-Stelle (z. B. Oberflächen-Piercing)
- Falscher Schmuck (z. B. Material, Größe, Schmuckdesign)
- Häufige Entzündungen (durch z. B. daran-hängen-bleiben)
- Falsche Pflege (überpflegen, falsche Pflegemittel)
- Bindegewebsschwäche (genetisch)
- Falsch gestochen (zu kurz/oberflächlich gestochen)

Der Schmuck kann innerhalb von ein paar Wochen abgestoßen werden, oder es kann sich nach der Abheilung über Monate der Hautabstand des Stichkanals verringern.
Beim "Durchscheinen“, einem verbleibenden Abstand von 2-3 mm oder weniger, sollte der Schmuck rechtzeitig entfernt werden, um eine unnötige große Narbenbildung zu vermeiden und ungewolltes Herausreißen zu verhindern. Ist ein Piercing einmal herausgewachsen, besteht die Möglichkeit, es erneut stechen zu lassen. Das Narbengewebe, das beim Herauswachsen entsteht, ist wesentlich stabiler und somit die Chance größer, dass es danach nicht noch einmal herrauswächst.

Besonders gefährdet:
* Augenbrauen
* Nabel
* Lippenbändchen (hängen bleiben)
* Venushügel
* Frenum
* sämtliche Oberflächenpiercings (Dekolleté, Nacken, Hand etc.)
* Bridge

Rat: In diesem Falle sollte man das Piercing herausnehmen und mindestens einen Monat weiterhin pflegen und verheilen lassen. Es kommt im Folgenden zu einer Narbenbildung im Unterhautfettgewebe, was ein eventuelles "Nachpiercing“ begünstigen kann.

Abszess

Ein Abszess ist eine umkapselte Eiteransammlung, die durch entzündliche Gewebseinschmelzung entsteht.

Entstehung:

Abszesse können ohne offenbare äußere Ursache auftreten. Sie können aber auch als Folge einer Operation, einer Spritze, eines Fremdkörpers oder durch eine Abwehrschwäche des Betroffenen begünstigt sein. Die Mehrzahl der Abszesse wird durch eine Infektion mit Bakterien hervorgerufen. Die oberflächlichen Abszesse zeigen eine typische Entzündungsreaktion mit Erwärmung in der Umgebung. Um einen Abszess baut der Körper einen Schutzwall aus Granulationsgewebe auf, die so genannte Abszessmembran. In diesem Randwall konzentriert der Körper Abwehrzellen. Wird ein Abszess nicht ausreichend behandelt, kann er sich durch die Haut (durch Fistelbildung) entleeren, in Körperhöhlen oder Hohlorgane einbrechen oder über die Blutbahn streuen oder im schlimmsten Fall über eine Sepsis (Blutvergiftung) zum Tode des Betroffenen führen.

Anzeichen:

klinische Zeichen:

* nur bei oberflächlichen Abszessen: Rötung und Schwellung
* Schmerzen und Spannungsgefühl durch Schwellung
* Fieber, Schüttelfrost

Rat: Im Anfangsstadium kann bei oberflächlichen Abszessen ein Behandlungsversuch mit lokal kühlenden Mitteln gemacht werden. Die entscheidende Therapie besteht jedoch im Eröffnen und abfließenlassen des Eiters. Oft geschieht dies in Form einer Punktion/Operation.
In schweren Fällen und insbesondere bei Sepsis kommt zusätzlich eine Behandlung mit einem oder mehreren Antibiotika in Frage. Eine Selbstbehandlung kann daher gefährlich sein.

Blutung

Eine geringe Blutung nach dem Piercen aus dem Stichkanal ist normal, insbesondere nach einem Schleimhaut-Piercing (z. B. Zunge) kann diese Blutung auch noch ein bis zwei Tage danach auftreten. Sollte die Blutung allerdings noch nach einer Woche auftreten, unbedingt zuerst zu uns kommen, dann unter Umständen den Hausarzt fragen, da hier meist eine Blutgerinnungsstörung unklarer Ursache vorliegt.

Drogen

Alle vermeintlichen Schmerzkiller wie Marihuana, Haschisch, Heroin, Speed, Kokain, Ecstacy, LSD, Alkohol etc. sollten 24 Stunden vor und nach dem Piercing vermieden werden. Sie intensivieren unnötig das Schmerzempfinden und können unnötig starke Blutungen verursachen oder Probleme bei der Blutgerinnung auftreten lassen. Du setzt Deinen Körper durch Drogenkonsum einem gewissen "Stress“ aus, der sich dann beim Piercen durch Ohnmachtsanfälle bemerkbar machen kann oder sich auch während des Abheilens negativ auswirken kann.

Eiter (Exsudat)

Exsudat ist eine entzündliche Körperflüssigkeit, die aus so genannten „Eiterkörperchen“ (Eingeschmolzenem Gewebe) und wenig Serum besteht. Er hat unterschiedliche Zustände (von dünnflüssig bis dick) und unterschiedliche Farben (von blass gelb bis grün). Der Geruch hängt von der beteiligten Bakterienart ab und ist deutlich wahrzunehmen.

Entstehung:
Exsudat entsteht durch Entzündungen, z. B. bei Infektionen. Der Körper versucht so, Krankheitserreger und abgestorbenes Gewebe abzusondern.

Eigenschaften:

Bei oberflächlichen Wunden führt die Blutgerinnung zur Bildung von Schorf, volkstümlich auch "Grind" genannt. Schwer heilende oberflächliche Wunden, die ständig viel Exsudat absondern, werden auch als nässende Wunde bezeichnet, denn auf ihnen kann sich kein Schorf bilden. Ist der Abfluss des Wundsekrets durch Schorf behindert, kann es zur Bildung von Eiter kommen.

Geschwür (Keloid)

Ein Geschwür ist eine Oberflächenzerstörung durch Gewebszerfall an Haut und/oder Schleimhaut. In der Regel wird erst von einem Geschwür gesprochen, wenn der Defekt bis in das Unterhautgewebe reicht. Das Keloid ist ein, durch überschießendes Wachstum von Fibromlasten (Bindegewebszellen) entstehender, die Haut überragender, gutartiger Tumor, der nach Verletzungen, Operationen oder auch spontan (Spontankeloid) auftreten kann. Es ist als ein gestörter Heilungsprozess anzusehen. Menschen dunkler Hautfarbe sind häufiger betroffen als hellhäutige Menschen.

Entstehung:

Die Ursache der Keloidbildung ist noch nicht komplett erforscht, aber eine genetische Disposition ist sicher. Die Aktivität der Fibromlasten wird unter anderem durch Wachstumsfaktoren aus Entzündungszellen beeinflusst. Durch ein gestörtes Zusammenspiel dieser Faktoren wird offenbar das Gleichgewicht zwischen Synthese und Abbau des dermalen Kollagens verschoben.

Eigenschaften:

Das Keloid imponiert als wulstförmig über das Hautniveau als erhabene Gewebswucherung. Die Farbe kann von zartrosa bis tiefrot variieren, die Konsistenz ist elastisch bis hart. Normalerweise bestehen, bis auf die ästhetische Beeinträchtigung, keine Beschwerden. Gelegentlich können Juckreiz und Berührungsempfindlichkeit auftreten.

Therapie / Behandlung:

Für einen Laien ist es schwer, ein Geschwür als dieses zu erkennen, deswegen bei Problemen immer zuerst im Piercingstudio vorbei kommen. Den Piercingschmuck auf jeden Fall nicht entfernen und sich fachkundig von uns beraten lassen, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen. Ein Geschwür ist mit den richtigen Mitteln behandelbar, daher bitte keinerlei Selbstbehandlung mit z. B Hausmitteln, Salben etc.

Hypertrophes Narbengewebe

Bei einigen Menschen entwickelt sich hypertrophes (d.h. "überschüssiges") Narbengewebe ca. vier bis acht Wochen nach dem Piercen äußerlich um den Stichkanal. Grundsätzlich kann man sagen, dass diese übermäßige Narbenbildung eine Folge des Traumas (das Piercen ist schließlich eine Verletzung der Haut), einer Entzündung und/oder Druckstelle der Haut ist. Zusätzlich kommt die individuelle Veranlagung (besonders dunkelhäutige Menschen), größere Narben zu bilden, dazu.
Rat: Eine cortisonhaltige Salbe (verschreibungspflichtig) sollte für ca. vier Wochen zwei bis drei Mal täglich auf die Druckstelle aufgetragen werden. Sollten diese Maßnahmen keinen Erfolg haben, muss der Piercingschmuck entfernt werden.

Kälte

Schon bei einer Temperatur von ca. 5°C stellt die Kälte ein Problem während der Verheilung von Piercingstellen dar. Die sich neu bildende Haut ist noch sehr dünn und empfindlich. Bei Temperaturen unter ?10°C kann es bei offen getragenem Piercingschmuck aus Metall zu Erfrierungen kommen, da Metall Wärme besser ableitet als organisches Gewebe. Metall kühlt sehr schnell ab und ist grundsätzlich ein besserer Temperaturleiter als Fettgewebe. Bei Kälte kühlen Piercings an unbedeckten Körperstellen das Gewebe ab; die Blutzirkulation wird gedrosselt. Besonders gefährdet: die Nase, die Augenbrauen oder Ohr-Piercings (Knorpel). Geweitete Piercingstellen, in denen Metallschmuck getragen wird, bieten ebenso eine größere Oberfläche und sollten besonders sorgfältig abgedeckt werden.

Rauchen

Nikotin ist ein Nervengift und sollte auf keinen Fall an frische Wunden gelangen. Direkte Konsequenz ist z. B. beim Zungen-Piercing: die Zunge schwillt mit jeder gerauchten Zigarette um ca. 0,01 mm an! Rauchen beeinträchtigt das Immunsystem und verzögert allgemein Heilungsprozesse. Speziell nach einem Zungen-oder Lippen-Piercing sollte sieben Tage nicht geraucht werden, da das Nikotin zuerst zwar für eine Gefäßverengung sorgt, es danach aber zu einer Gefäßerweiterung kommt und so eine vermehrte Einblutung in die Zunge oder Schleimhaut stattfinden kann. Rat: Am besten sieben Tage ganz darauf verzichten und falls doch geraucht wird auf jeden Fall sofort danach mit Kamillentee/Kamillosan nachspülen.

Schwangerschaft

Der Piercingschmuck kann bis zum ca. sechsten Schwangerschaftsmonat getragen werden. Sobald jedoch die Dehnung der Haut einsetzt, sollte entweder ein dehnbares Schmuckstück (z.B. Polytetrafluorethylen PTFE/Teflon) eingesetzt oder der Piercingschmuck ganz entfernt werden;
Während der Geburt muss Piercingschmuck aus Metall immer entfernt werden PTFE-Schmuck kann meistens eingesetzt bleiben. (siehe auch Kapitel Bauchnabel- Piercing)

Virusinfektion (zum Beispiel: HIV; Hepatitis)

Unter einer Virusinfektion versteht man das Eindringen von Viren in einen Organismus. Durch die Virusvermehrung und die Entzündung als Antwort des Immunsystems gehen Zellen zugrunde. Das kann je nach Virus zu einer bestimmten Krankheit führen.
Man unterscheidet hierbei diverse Infektionswege und -arten.

Drei bedeutende Infektionswege werden bei der exogenen (ist eine Infektion durch Infektionserreger aus der Umgebung) Infektion unterschieden
- Tröpfcheninfektion (z. B. beim Niesen: Influenza)
- Kontakt- oder Schmierinfektion (z.B. durch Berührung kontaminierter Gegenstände: Hepatitis A/B/C)
- Infektion über Austausch von Körperflüssigkeiten bei Geschlechtsverkehr, Bluttransfusion oder Nadelstichverletzung (potentiell sind alle im Blut zirkulierenden Erreger auch durch dieses übertragbar (z. B.: HIV und die Hepatitis B und C)

Beim Menschen gibt es sowohl harmlose wie auch unbehandelt oder behandelt extrem gefährliche Virusinfektionen. Nur gegen eine begrenzte Anzahl von Virusinfektionen sind gegenwärtig zur Vorbeuge schützende Impfungen möglich. 100% hygienisches Arbeiten ist beim Piercen der einzig wirksame Schutz.

Rat: Ausschließlich professionell arbeitende Studios aufsuchen und vor Ort Fragen zur Hygiene stellen! (siehe Kapitel Hygiene)

Wundinfektion (Entzündung)

Eine Entzündung ist eine charakteristische Antwort von biologischem Gewebe auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten Reiz mit der Funktion, den Schädigungsreiz zu beseitigen oder zu reparieren.

Entstehung:

Auslösende Reize können sein
  * Physikalische Reize:
     - mechanisch ( Druck z. B. durch Kleidung, Verletzung z. B durch hängen bleiben oder Fremdkörper, die in den Stichkanal gelangen)
     - thermische (z. B. Wärme, Kälte)
     - chemisch (z. B. Kosmetikprodukte)
     - Strahlung (UV-Strahlen durch z. B. Solarium)
   * Giftstoffe/Toxine (z.B. Nikotin)
  * Mikroorganismen (Bakterien, Viren, MRSA (Mulitresistente Staphylococcus aureus), Pilze, Parasiten)
  * Allergene (z. B. nickelhaltiger Schmuck)

Anzeichen: Die fünf Entzündungszeichen

  * Rötung
  * Schwellung
  * Überwärmung
  * Schmerz
  * eingeschränkte Funktion

Diese fünf Zeichen sind nicht immer direkt erkennbar oder treten nur teilweise auf.

Rat: Bei Problemen immer zuerst im Piercingstudio vorbeikommen. Das Piercing auf jeden Fall nicht entfernen und sich fachkundig von uns beraten lassen, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden sollten.
Eine Entzündung ist mit den richtigen Mitteln behandelbar, daher bitte keinerlei Selbstbehandlung mit z. B Hausmitteln, Salben etc.

Wundflüssigkeit/ Wundwasser(Transsudat)

Als Wundwasser werden in der Medizin aus Gefäßen austretende nichtentzündliche Körperflüssigkeiten bezeichnet. Den Vorgang der Absonderung solcher Flüssigkeiten bezeichnet man als Transsudation. Zu unterscheiden sind sie von den entzündlich bedingten Exsudaten. Transsudate kommen bei gesunden und krankhaften Körperprozessen vor.

Eigenschaften:

Transsudate sind vergleichsweise zellarm und meist klar, eventuell mit hellgelber Färbung. Wundwasser ist fast geruchlos


URL: http://www.tattoohamburg.de/cms/index.php?page=836&printview=1
© 2007 Das Tattoo Piercing Studio in Hamburg
drucken | schliessen